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Nachlese der ersten Summer Lecture des EUREF-Instituts Berlin vom 06. Mai 2010
Von 10 auf 100? Der Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch
„Worauf warten wir?“, so fragte Professor Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. In seinem Vortrag hatte er vorher die These vertreten, dass 100% Erneuerbare Energien technisch und ökonomisch machbar und ökologisch notwendig seien. Die Basis für dieses anspruchsvolle Ziel sah er in einem intelligenten Mix regenerativer Energiequellen. Die Energierechtsexpertin Doktor Katharina Boesche von der Freien Universität hielt dagegen, indem sie Hürden auf dem Transformationspfad ausmachte. So müssten soziale und Naturschutzbelange bei der Planung von Anlagen und Netzen mit bedacht werden. Beide waren sich darin einig, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien nur mit dem Engagement der Bevölkerung zu stemmen sei. Diese müsse unterstützt werden, um auf Erneuerbare Energien umzusteigen, aber auch bereits in die Planungsprozesse mit einbezogen werden, z.B. beim notwendigen Ausbau der Stromnetze.
Bei strömendem Regen und knisterndem Kaminfeuer fand am 06.05.2010 die erste Summer Lecture statt. Um das Thema „Von 10 auf 100? Der Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch“ kontrovers zu diskutieren hatten sich ein diskussionsfreudiges Publikum und zwei gut gelaunte Referenten in der Alten Schmiede auf dem EUREF Gelände zusammen gefunden.
Die Summer Lectures widmen sich in fünf Veranstaltungen dem Thema "Energiewende in die postfossile Epoche" und finden ab 6. Mai, jeweils an Donnerstagen, in der neusanierten "Alten Schmiede" auf dem EUREF-Gelände statt.
Präsentation Prof. Dr.-Ing. Volker Quaschning
Präsentation Frau Dr. Katharina Vera Boesche
Nachlese zur 2. Summer Lecture des EUREF-Instituts Berlin vom 20. Mai 2010
"Energiespeicher und Erneuerbare Energien"
Zur Energiewende gehören nicht nur andere Kraftwerke, sondern auch eine andere Speicherung und Verteilung der Energie. Dies war die Lehre der zweiten EUREF-Summer Lecture. Wurden bislang eher Großkraftwerke und Leitungsnetze mit dem Thema Energie assoziiert, so waren es nun unscheinbar wirkende Rollkoffer und Container, die den verblüfften Zuschauern präsentiert wurden. Der Vortrag des Referenten Clemens Triebel aus dem Vorstand des jungen Unternehmens Younicos überzeugte jedoch bald von der Tragweite der Geräte. Heute ist das Stromsystem noch sehr starr, erläuterte Triebel. Kilometerlange und tonnenschwere Leiterbahnen durchziehen die Bürogebäude. In Zukunft könnte eine Strombox, ähnliche dem Computer-Tower, ausreichen, um einen Arbeitsplatz einen vollen Tag mit Strom zu versorgen – geladen an einer Zentralstelle bei günstigem Nachttarif. Nunmehr können auch ehemalige Industriebrachen, wie der EUREF-Campus, mittels Drahtlosnetzen modernste Arbeitsplätze werden. Lästige Verkabelungen entfallen.
Doch Younicos geht weiter: Auf der Azoreninsel Graciosa wird ein intelligenter Verbund aus Energiesteuerung und erneuerbaren Energien erprobt. Ziel ist eine vollständige autarke und nachhaltige Stromversorgung inmitten des Atlantiks. Vorläufig ist es noch eine wortwörtliche „Insellösung“, doch Triebel versicherte: „Die Entwicklung gibt uns recht!“
Kommentiert wurde der eindrucksvolle Vortrag durch Prof. Dr. Kai Strunz von der Technischen Universität Berlin. Die Forschersicht zeigt, wie im traditionellen Technikumfeld, bereits der Keim neuer Erzeuger und Speicher zu sprießen beginnt. Letztlich kann die Transformation jedoch nur erfolgreich sein, wenn das Gesamtsystem entsprechend angepasst wird.
Durch den Abend führte als Moderator Christian Hoffmann vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ).
Präsentation Dipl.-Ing. Clemens Triebel
Kommentator: Prof. Dr.-Ing. Kai Strunz (TU Berlin)
Nachlese zur 3. Summer Lecture des EUREF-Instituts Berlin vom 17. Juni 2010
„Nachhaltige Energietransformation steuern“
Das Energiesystem einer Gesellschaft prägt ganze Generationen. Dementsprechend weit geht die Hoffnung auf die Energiepolitik als Ausdruck gesellschaftlicher Veränderung. So zeigte Dr. Klaus Jacob von der Forschungsstelle Umweltpolitik der Freien Universität Berlin die Möglichkeiten und Grenzen des Transformations-Managements auf. Prinzipiell bestehen aus Sicht des Politikwissenschaftlers eine ganze Palette von Restriktionsmaßnahmen und Regelwerken, um steuernd in die Entwicklung des Energiesektors einzugreifen. Dennoch stellt der Forscher besonders in Deutschland eine bemerkenswerte Zurückhaltung bei der Anwendung des energiepolitischen Instrumentariums fest.
Der Kommentator des Abends, Dr. Matthias Dümpelmann, unternahm als Geschäftsführer von „8KU“ – einer Kooperation von acht kommunalen Energieversorgen – die Einordnung in die energiepolitische Praxis. Dabei stellte er die wirtschaftspolitischen Entwicklungen auf der einen Seite und den Planungszeitraum von Großkraftwerken auf der anderen Seite gegenüber. Herr Jacob und Herr Dümpelmann waren sich einige, dass der enorme Zeitverzug durch die lange Lebensdauer und die hoher Kapitalbindung der Kraftwerke die Steuerbarkeit erschwert. Hinzu kommt für die großen Energieversorger der finanzielle Reiz, bestehende Kraftwerke zum „goldenen Ende“ hin möglichst lange zu betreiben, was alte Strukturen konservieren kann.
Die abschließende Moderation leitete Herr Prof. Dr. Andreas Knie, Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ). Vor dem Hintergrund der kritischen Publikumsfragen regte auch Prof. Knie mit Blick auf die „8KU“ dazu an, das Steuer stärker in Richtung Erneuerbarkeit und Nachhaltigkeit herumzureißen. Der Erfolg aufstrebender Akteure im Energiesektor, wozu auch der Zusammenschluss kommunaler Unternehmen zähle, zeige die Chance zur Veränderung.
Präsentation Dr. Klaus Jacob
Präsentation Dr. Matthias Dümpelmann
Nachlese zur 4. Summer Lecture des EUREF-Instituts Berlin vom 01. Juli 2010
„Nachhaltige Stadtentwicklung“
Die 4. Veranstaltung der Summer Lectures widmete sich dem Zusammenhang zwischen energetischer Nachhaltigkeit und Urbanität. Städte zeigen als Verdichtung von Menschen und Material sowohl die Brisanz als auch mögliche Lösungen unserer Energieprobleme. Herr Oliver Mietzsch, Verkehrsreferent beim Deutschen Städtetag, illustrierte einige markante Problemlagen am Beispiel des Stadtverkehrs. In seinen 8 Thesen zur nachhaltigen Stadtentwicklung plädierte Herr Mietzsch für eine stärkere Verzahnung von Siedlungs- und Verkehrsplanung. Durch soziodemgrafische Ungleichheit verursachte Weg- und Zuzüge der Stadtbevölkerung prägen die dortigen Lebensbedingungen und Mobilitätsbedürfnisse. Bei der Verbesserung der Verkehrs- und Wohnverhältnisse stehen die Planer regelmäßig vor dem Problem der Nutzungskonkurrenz. So ist etwa der zur Verfügung stehende Verkehrsraum limitiert. Wird ein bestimmtes Verkehrsmittel gefördert, geschieht dies nicht selten zu Lasten anderer Fortbewegungsformen. Energie ist dabei eine entscheidende Schaltstelle bei der Lenkung. Beispielsweise ist die Nutzung städtischer Verkehrsinfrastruktur an den energetischen und ökologischen Folgen auszurichten, etwa indem Umweltzonen zur Steuerung des Automobilverkehrs eingeführt werden.Der kommentierende Co-Referent des Abends ergänzte das Bild der Stadt um den Aspekt der Gebäudesanierung. Neben dem Verkehr beeinträchtigen vor allem Gebäude den Energieeinsatz einer Stadt. Hier kann bereits im Bestand vieles verbessert werden, wie Herr Huth, Professor an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht, anschaulich zeigte. Das von ihm vorgestellte Projekt „EISAN“, setzt sich zum Ziel, bauliche Ensembles der 1950er und -60er Jahre umweltbewusst auf den neusten Stand der Energieeffizienz zu bringen. Das Umweltbewusstsein kommt auch in der Verwendung von nachwachsenden Dämmstoffen aus der Region zum Ausdruck. Dabei wir der gesamte Lebenszyklus vom Anbau bis zum Recycling in der Energiebilanz berücksichtig. Herr Huth bestätigte, dass der Anstieg des Erdölpreises auch ölbasierte Werkstoffe verteuert, wodurch nachwachsende Rohstoffe konkurrenzfähiger werden.Moderiert wurde die Veranstaltung durch Florian Lennert, Absolvent der London School of Economics and Political Science und Leiter beim Aufbau des EUREF-Instituts.
Präsentation Herr Mietzsch
Präsentation Professor Huth
Nachlese zur 5. Summer Lecture des EUREF-Instituts Berlin vom 15. Juli 2010
„Bau und Betrieb nachhaltiger Kraftwerke“
Den Abschluss der diesjährigen EUREF-Summer Lectures bildeten zwei Referate über die Kraftwerke der aufstrebenden „grünen Branche“. Nachhaltige Strom- und Wärmeerzeugung hat sich von einem Nischenangebot zur einem Industriezweig eigener Art entwickelt. Dies verdeutlichte das Referat von Ruth Brand-Schock (Enercon GmbH), die den Aufbau von Windkraftanlagen der neusten Generation eindrücklich darstellte. Die schnellen Fortschritte der letzten Jahre führten zu Windrädern imposanten Ausmaßes, die mit privaten Kleinwindanlagen wenig gemein haben. Effizienz und Rentabilität sprechen für einen Ausbau der Großanlagen an Land. Dieser Bereich ist allerdings besonders von Akzeptanzfragen durch die Öffentlichkeit betroffen, wie Frau Brand-Schock bestätigte. Hier bestehen unterschiedliche Strategien, um eine übermäßige Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch Windanlagen zu vermeiden. So werden die Windparks entsprechend verteilt, die Technik dezenter gemacht und Windfarmen in Bürgerhand übergeben. Ein Ausschalten aller Beschwerden scheint jedoch kaum möglich. Dem Ausweichen auf das offene Meer, mittels so genannter Off-Shore-Anlagen, sieht man bei Enercon eher skeptisch entgegen. Hier müsse die Praxis erst noch zeigen, was machbar und wirtschaftlich sei.
Das Co-Referat hielt Stefan Bredel-Schürmann von den Berliner Gaswerken (GASAG). Neben dem Kerngeschäft mit Erdgas engagiert sich das Unternehmen seit jüngster Zeit auch im Bereich Geothermie, der Nutzung von Erdwärme. Obwohl diese Kraftwerksart deutlich neuer als die Windkraft ist, konnte Herr Bredel-Schürmann von ersten Anlagen im Alltagsbetrieb berichten. Dass diese bevorzug im Süddeutschland errichtet werden, soll sich nicht zuletzt am Standort des EUREF-Instituts ändern. Ende dieses Jahres wird direkt auf dem Campusgelände eine geothermische Tiefenbohrung beginnen, die von der GASAG sowie dem Geoforschungszentrum Potsdam in Zusammenarbeit mit dem EUREF-Institut durchgeführt wird. Akzeptanzprobleme kann man auch in der Geothermie nicht leugnen, doch versicherte Bredel-Schürmann, das norddeutsche Becken zeichne sich durch seine tektonische Gutmütigkeit aus. Schäden durch die Bohrung seien nicht zu erwarten.
Die Veranstaltung moderierte Christian Scherf (InnoZ GmbH) – zugleich im Aufbauteam des EUREF-Instituts.
Präsentation Ruth Brand-Schock
Präsentation Dr.-Ing. Stefan Bredel-Schürmann
Nachlese zur 10. Langen Nacht der Wissenschaften am 5./6. Juni 2010 auf dem EUREF-Campus
Unter dem Motto „Intelligente Energiezukunft“ öffneten das EUREF-Institut Berlin und seine Partner anlässlich der 10. „Langen Nacht der Wissenschaften“ (LNdW) in Berlin und Potsdam das Schöneberger Gasometer-Gelände für die Öffentlichkeit. Damit war das Europäische Energie Forum als „jüngster“ Standort bei der mittlerweile traditionellen LNdW dabei. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, die Veranstaltungskuppel im Gasometer, die zum Seminarhaus umfunktionierte „alte Schmiede“ sowie das noch im Umbau befindliche Messelgebäude zu besuchen. Zu sehen waren die Teilbereiche intelligente Mobilität, intelligente Energie und intelligente Architektur. Highlight des Abends war das Angebot, verschiedene Elektrofahrzeuge selbst zu testen. Dazu wurden inmitten des EUREF-Campus mehrer Parcours und Ladestationen errichtet. Die Palette reichte von Elektrofahrrädern der Deutschen Bahn, so genannten Pedelecs, bis zum Elektrosportwagen der Firma Tesla sowie einem Toyota Prius Plug-In Hybrid. Im Messelgebäude waren die Räume des zukünftigen Laboratoriums zu besichtigen, in dem bald mit Förderung des Verkehrsministeriums (BMVBS) die Integration der Elektromobilität in den Öffentlichen Verkehr erforscht wird. Im Gasometer erläuterten Experten aus den USA sowie der baskischen Firma Hiriko das gleichnamige Stadtmobil, das vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde und in Kooperation mit der InnoZ GmbH erstmals in Europa zu bestaunen war. In der „alten Schmiede“ zeigte schließlich das junge EUREF-Institut Berlin die zukünftige Entwicklung der Energieversorgung von einer atomaren und fossilen hin zu eine erneuerbaren und nachhaltigen Basis.
Überraschend hohe Besuchszahlen und Zuspruch von allen Seiten waren das positive Echo der gelungen Teilnahme an der LNdW, durch die das EUREF-Institut Berlin sich anschickt, zum festen Bestandteil der Berliner Forschungslandschaft zu werden. Zu den prominentesten Gästen zählten Christine Rau, Witwe des verstorbenen Bundespräsidenten Johannes Rau, SPD-Landesvorsitzender Michael Müller, Bezirksbaustadtrat Bernd Krömer sowie der Stadtrat für Bürgerdienste, Oliver Schworck (SPD). Es war eine Premiere, die sich alle Beteiligten kaum besser haben vorstellen können. Auch bei der kommenden Langen Nacht der Wissenschaften, am 28. Mai 2011, wird das EUREF-Institut aller Voraussicht nach wieder mit dabei sein.
Als nächstes Großevent steht der Tag des offenen Denkmals am 11./12. Sept. 2010 auf dem Programm, bei der die Öffentlichkeit wieder herzlich eingeladen ist, die Entwicklung des EUREF-Campus weiter zu begleiten und zu bestaunen.
Nachlese: Deutsche Bahn und Toyota: Die Bahn wird hybrid Förderprojekt „BeMobility“ eröffnet Erprobungsplattform mit Deutschlandpremiere
Die Deutsche Bahn wird in einem Berliner Feldversuch 18 Toyota Prius mit Hybridantrieb und Plug-In Technologie in ihr CarSharing integrieren. Es ist zudem das erste Mal, dass die Markteinführung eines Fahrzeuges in Kooperation mit einem ÖPNV-Unternehmen geschieht. Dies wurde am 05. Juni 2010 im Rahmen der Einweihung des neuen BeMobility Labors auf dem EUREF-Campus bekannt gegeben. Die Fahrzeuge besitzen sowohl einen Elektromotor mit einer Spitzengeschwindigkeit von 100km/h und einer Reichweite von 20km, als auch einen Ottomotor. So kann der Großteil aller Fahrten aus der 5,2 kWh Lithium-Ionen Batterie gespeist werden, während bei längeren Strecken der klassische Antrieb zur Verfügung steht. Die Batterie kann innerhalb von 90 Minuten an einer haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen werden.Das BeMobility Labor ist eine Erprobungsplattform, in der vernetzte Verkehrssysteme auf Herz und Nieren getestet werden können, um am Ende Marktreife zu erhalten. Zunächst wird man sich mit der integrierten Buchung und Nutzung von öffentlich zugänglichen Elektroautos sowie öffentlichen Verkehrsmitteln beschäftigen. Das Labor befindet sich im neu renovierten Messelbau des Europäischen Energie Forums (EUREF) in Berlin-Schöneberg. Das InnoZ verantwortet den Betrieb und die Koordination dieser Werkstatt sowie die Planung von Fachkonferenzen und weitere Aktivitäten des Wissenstransfers.Ingeborg Junge-Reyer, Bürgermeisterin der Stadt Berlin und Senatorin für Stadtentwicklung brachte die Veranstaltung auf den Punkt: "Elektromobilität hat Zukunft in Berlin. Wir brauchen frische Ideen für nachhaltige und umweltfreundliche Verkehrssysteme. Elektronisch betriebene Fahrzeuge können zukünftig die Schadstoff- und Lärmbelastungen erheblich reduzieren und leisten einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität in einer Stadt. Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Wenn wir der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen wollen, müssen wir jetzt handeln. In Berlin gibt es bereits 70 Batterieladestationen. Damit nehmen wir eine Vorreiterrolle als Zukunftslabor für Elektromobilität ein.
"Weitere Informationen zum Projekt BeMobility gibt es im Internet unter www.bemobility.de/site/bemobility/de/start.html, http://www.innoz.de/bemobility.html
Informationen zur Anmeldung und Nutzung der Elektrofahrzeuge unter www.dbcarsharing.de
Nachlese: Deutsche Bahn und Toyota: Vorstellung der Kooperation vor der Fachpresse
Am 06.07.2010 wurde die neue Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und Toyota der Fachpresse vorgestellt. Die Deutsche Bahn will in einem Berliner Feldversuch 18 Toyota Prius mit Hybridantrieb in ihr CarSharing integrieren. Nach der Pressekonferenz hatten die zahlreichen Pressevertreter die Möglichkeit, den neuen Prius Hybrid Plug-In Probe zu fahren.
Nachlese zur GASAG-Summer School im EUREF-Institut Berlin vom 28. Juni bis 9. Juli 2010
Die erste Summer School auf dem EUREF-Campus ging am 9. Juli erfolgreich zu Ende. Der Veranstalter, die Berliner Gaswerke (GASAG) sowie der Hauptorganisator Prof. Dr. Frank Behrendt von der Technischen Universität Berlin, freuen sich über den gelungen Auftakt. Damit ist der Grundstein für die Aus- und Weiterbildung im EUREF-Institut gelegt. Schon die Ankündigung der Summer School zeigte mit 120 Bewerbungen eine erfreulich große Resonanz.
29 Studierende aus den unterschiedlichsten, energierelevanten Studiengängen konnten schließlich 2 Wochen voller Vorträge, Projekte und Besuche erleben. Zu den Höhepunkten der Summer School zählte neben dem Besuch des Bundeskanzleramtes und einem Treffen mit Ex-Außenminister Joschka Fischer auch der Programmpunkt „Grillen mit Lothar de Maizière“ – letzter DDR-Ministerpräsident und Geschäftsführer des EUREF-Instituts. Mehrere Mitglieder aus dem wissenschaftlichen Beirat des Instituts hielten Fachvorträge, darunter Prof. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Prof. Dr. Bernd Rech vom Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie. Prof. Dr. Andreas Knie vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel vermittelte Probefahrten mit Elektro- und Hybridautos.
Den Abschluss der Summer School bildete die feierliche Überreichung der Zertifikate durch den GASAG-Hauptabteilungsleiter Personal, Dr. Eberhard Richter, der sich freut, den ein oder anderen Teilnehmer vielleicht als zukünftigen GASAG-Mitarbeiter wiederzusehen. Bei den Studierenden traf die Summer School auf große Zustimmung. Ein Teilnehmer stellte zufrieden fest, seine Erwartungen seinen „komplett erfüllt“ worden.
Die Verabschiedungsrede hielt der Architekt und Begründer der EUREF-Idee, Reinhard Müller. Neben einem Ausblick in die Zukunft des EUREF-Campus enthielt sein Vortrag auch eine Mahnung aus der Vergangenheit. So schilderte Müller seinen Besuch des Kernkraftwerks Tschernobyl, das er genau ein Jahr zuvor zusammen mit dem damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel besuchte.
Ausrichter und Teilnehmer sind sich einig: Diese und nachfolgende Summer Schools werden ihren Beitrag zu einer ganzheitlichen und nachhaltigen Energiezukunft leisten.
Presseartikel paperpress



