GASAG-Summer School 2010
28. Juni bis 09. Juli 2010
GASAG-Summer School 2010
Ausschreibung stößt auf sehr positive Resonanz – Auswahlverfahren abgeschlossen
In der Zeit vom 28. Juni bis zum 09. Juli 2010 wird durch das EUREF-Institut auf dem Gelände des ehemaligen Schöneberger Gasometers die erste GASAG-Summer School unter dem Titel „Energie Konzepte 2030“ veranstaltet. Inhaltlich wird die GASAG-Summer School von der Technischen Universität Berlin Institut für Energietechnik und Innovationszentrum Energie der TU Berlin (IZE) konzipiert und durchgeführt...mehr
Summer Lectures 2010
06. Mai – 15. Juli 2010
Summer Lectures 2010: Energiewende in die postfossile Epoche
Die Summer Lecture 2010 findet jeweils Donnerstag in der neusanierten „Alten Schmiede“ auf dem EUREF-Gelände ab 18 Uhr statt und enthält 5 Veranstaltungen zum Thema „Energiewende in die postfossile Epoche.
Emissions- und Ressourcengrenzen machen eine umfängliche Transformation zu einem regenerativen sowie hocheffizienten Energiesystem notwendig. Das dazu erforderliche Umdenken ist aller Voraussicht nach DAS Topthema der nächsten Jahrzehnte. Die Summer Lectures 2010 widmen sich diesem Querschnittsbereich in Bezug auf Netzinfrastruktur, dezentrale Energieversorgung, energiebewusste Architektur sowie Kraftwerksbau. Veranstalter der Summer Lectures sind das EUREF-Institut Berlin gGmbH mit Unterstützung der InnoZ GmbH. Nähere Informationen folgen unter www.innoz.de/aktuelles.html sowie unter www.euref-institut.eu.
Auftaktveranstaltung am 06.05.2010
Thema: "Von 10 auf 100? Der Anteil Erneuerbarer Energien am Energieverbrauch"
Referent: Prof. Dr.-Ing. Volker Quaschning (HTW Berlin)
Kommentatorin: Frau Dr. Katharina Vera Boesche (FU Berlin)
Zeit: 18 - 20 Uhr
Sind bis 2050 100% Erneuerbare Energien machbar? Dieser Frage werden sich die beiden Vortragenden aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nähern.
Nachlese 06.05.2010
Veranstaltungsflyer
Winter Lectures - Nachlese
EUREF-Institut/InnoZ Winter Lecture "Vehicle to Grid"
17.12.2009. 18-20 Uhr, WZB
Am 17. Dezember 2009 fand die zweite Veranstaltung der Winter Lectures im Wissenschaftszentrum Berlin statt, diesmal zum Thema "Vehicle to Grid".
Clemens Fischer (Innovationsmanager bei Vattenfall) und Prof. Dr. Kai Strunz (Professor an der TU Berlin) berichteten über die Zukunftsaussichten der Netzintegration von Elektrofahrzeugen.
Herr Fischer schilderte aus Versorgersicht die Potentiale und Probleme beim Lastenausgleich in Stromnetzen mit erneuerbaren Energien. Herr Strunz erklärte die aus Forschungsperspektive mögliche Netzarchitektur, in der Fahrzeugbatterien zum effizienten Zwischenspeicher werden könnten.
Die von Andreas Knie (InnoZ GmbH) moderierte Diskussion kam zu dem Schluss, dass der Vorteil für das Netz im Wesentlichen von automobilen Nutzungsverhalten abhängt. Kostenanreize können einen Beitrag dazu leisten, E-Mobilisten für neue Nutzungsmodalitäten zu gewinnen.
EUREF-Institut/InnoZ Winter Lecture, „Intermodalität in Städten -
neue Lastenhefte für Elektroautos"
14.01.2010. 18-20 Uhr, WZB
Am 14.01.2010 fand die dritte Veranstaltung der EUREF-Institut/InnoZ "Winter Lectures" statt. Den Vortrag hielt Herr Bernhard Grünewald (Leiter der Konzernrepräsentanz von Toyota Motor Europe in Berlin). Herr Grünewald erläuterte die technologischen Argumente für Toyotas Hybrid-Konzept als Kombination des klassischen Verbrennungsmotors und dem modernem Batteriebetrieb. Toyota hofft, auf diesem Wege die Hürden der Elektromobilität auf der Straße, vor allem die derzeitigen Defizite in der Akkutechnik, zu überwinden. Den Kommentar sprach Herr Dr. Weert Canzler (Mobilitätsforscher im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung). Herr Canzler erweiterte das Thema um fünf Thesen, in denen er seine Annahmen über den Bedeutungsverlust des Automobils als Statussymbol sowie die zunehmenden Emissions- und Platzprobleme in Ballungsräumen ausdrückte. Zudem wies Herr Canzler auf die zunehmende Urbanisierung hin, die mit stetig sinkenden Reichweitenbedürfnissen der KundInnen einherginge. Was macht ein Autobauer wie Toyota, so seine Kernfrage, wenn den KundInnen Autobesitz und Antriebswahl zunehmend gleichgültig sind und stattdessen die reine Ortsveränderung zählt. Es könnte der Bedarf an neuen Fahrzeugsegmenten und Nutzungmodi entstehen - etwa "zwischen" dem herkömmlichen Universalauto und den heutige Kurzstreckenvehikeln. Herr Grünewald entgegnete, dass dies im Wesentlichen von den Wünschen der KundInnen und den politischen Rahmenbedingungen abhinge. Letztlich wäre entscheidend, ob Menschen den Mut zur Kaufentscheidung hätten, obwohl der Markt noch nicht genau absehbar ist. Ebenso entscheidend wäre die Frage, inwieweit die Politik bereit ist, sich auf bestimmte Entwicklungen festzulegen. Die abschließende Diskussion, die von Herrn Ulrich König (InnoZ) moderiert wurde, verdeutlichte die Bedeutung des urbanen Umfeldes. So ist etwa die Nutzung neuer Elektrofahrzeuge von der Sicherheit im Zusammenhang mit schweren Großkarossen abhängig. Hier könnte eventuell die Stadtplanung bauliche Absicherung schaffen.
EUREF-Institut/InnoZ Winter Lecture, „IuK-Technologie in der eMobility"
28.01.2010. 18-20 Uhr, WZB
Am 28. Januar fand die 4. Veranstaltung der EUREF-Institut/InnoZ Winter Lectures statt. Diesmal lautete das Oberthema „Informations- und Kommunikationstechnologie in der eMobility“. Marc Schelewsky (InnoZ) begrüßte die Referenten Michael Frankenberg von der HaCon Ingenieursgesellschaft sowie Andreas Bentz von T-Systems International. Den Kommentar sprach Christian Maertins vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.Herr Frankenberg stellte die Verzahnung der Verkehrsträger über Echtzeitinformationen in den Mittelpunkt seines Vortrages. Ein individuelles Informationsangebot könne Pendlern und Reisenden helfen, komplexe Mobilitätsketten und vielfältige Verkehrssituationen besser einzuschätzen. Kombiniert mit elektronischen Ticketsystemen, etwa per iPhone, solle dies zum verstärkten Wechsel zwischen Verkehrsträgern einladen. Um seine Betrachtungsweise zu untermauern, demonstrierte Herr Frankenberg zudem internationale IuK-Systeme, z.B. in Österreich, Dänemark und Schweden.
Herr Bentz bot in seinem Vortrag einen Überblick über die energiewirtschaftliche Infrastruktur in der eMobility und verfolgte die These, dass eMobility nicht nur eine Frage des Fahrzeugs und der Akkutechnik sei, sondern auch vom Zusammenspiel mit der elektrischen Versorgungslage abhänge. Es sei davon auszugehen, dass sich, ähnlich wie in der Telekommunikation, die Angebotsvielfalt in der Stromwirtschaft vergrößern werde. Die Integration erneuerbarer Energieerzeugung bedeute somit einen erhöhten Abrechnungsaufwand bei der Integration von Elektromobilität in den Verkehr. So stelle sich beispielsweise die Frage nach der personenbezogenen Nutzung von Ladestationen im öffentlichen Raum. Hierbei könnten Erfahrungen und Technologien aus der Telekommunikation sehr hilfreich sind.
In seinem abschließenden Kommentar unterstrich Herr Maertins die Bedeutung von bekannter Alltagstechnik wie Internet und iPhone zur Senkung von Innovationsbarrieren. Durch spielerisches Herantasten entstehe ein Vertrauensvorschuss zur Aneignung neuen Verkehrsverhaltens.
EUREF-Institut/InnoZ Winter Lecture, „Open Source Management von Innovationen bei E-Mobility"
12.02.2010. 18-20 Uhr, WZB
Im Mittelpunkt der vorletzten Veranstaltung unserer Winter Lectures 2009/10 stand das Thema Open Innovation. Dazu begrüßten wir René Rohrbeck vom Institut für Technologie und Management der Technischen Universität Berlin. Herr Rohrbeck hat sich bereits als Jungwissenschaftler an mehreren Stellen mit den Themen Kundenintegration, frühe Nutzer und Innovationshürden befasst. Die Elektromobilität entwickelt sich derzeit noch unter den Bedingungen großer Unsicherheit bei zahlreichen Beteiligten. Dabei ist bereits der Wissensaustausch zwischen Anbietern, Tüftlern und Testkunden ein erster Schritt zur erfolgreichen Etablierung. Die Untersuchungen „offener Innovationsprozesse“ zeigen, dass der erfolgreiche Einbezug externer Fachleute und interessierten Laien zusätzliches Wissen schafft, Kosten spart sowie den Innovationsprozess beschleunigt. Voraussetzung, so Rohrbeck, ist jedoch die Findung geeigneter Themenstellungen, die in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit eine anhaltende und vertrauensvolle Motivation zum Mitwirken aktivieren. Im Bereich der Mobilität waren beispielsweise Onlineplattformen erfolgreich, auf denen sich verschiedenste Personen zur Eigenkreation von Fahrzeugkonzepten zusammenfanden, was selbst die Aufmerksamkeit großer Autobauer auf sich zog.
Den Kommentar sprach Andreas Manthey vom Bundesverband Solare Mobilität. Seit mehreren Jahrzehnten engagiert sich Herr Manthey für einen alternativen und nachhaltigen Verkehr, wobei er persönlich bei nutzernahen Innovationsprojekten mitwirkte. So startete er bereits Anfang der 1990er Jahre Versuche zum Umbau von konventionellen Kleinwagen zu Elektromobilen. Die Herausforderung sieht Manthey in der Gewinnung von Mitwirkenden und Fachwissen, wobei auch auf Know-how von Arbeitssuchenden und kleinen Tüftlern an der Basis zu setzen sei. Elektroautos zeigten, dass nicht alles von der Großindustrie neu zu entwickeln ist, sondern manches bereits „von unten“ vorausgedacht wurde und in anderer Form schon auf der Straße anzutreffen ist. Die abschließende Moderation, die Ulrich König vom InnoZ moderierte, kam zu dem vorläufigen Ergebnis, dass die Elektromobilität gerade aufgrund ihrer Frühreife interessante Ansätze für eine Öffnung des Innovationsprozesses bietet. Allerdings scheint nicht jeder Aspekt gleichermaßen geeignet, Motivation und Interesse auf sich zu ziehen. Die Klärung der Grundfragen, zu welchem Zweck und für welche Zielgruppe entwickelt wird, bleiben gerade bei Open Innovation zentral.
EUREF-Institut/InnoZ Winter Lecture, „Neues Geschäftsmodell im Öffentlichen Verkehr?"
25.02.2010. 18-20 Uhr, WZB
Die Abschlussveranstaltung der Winter Lectures widmete sich dem Thema der geschäftlichen Integration von Elektromobilität in den Öffentlichen Verkehr. Dazu begrüßten wir Stephan Wehrmann von der Konzernstrategie der Deutschen Bahn AG und Dr. Carl-Friedrich Eckhardt von der Vattenfall Europe Innovation GmbH.
Herr Wehrmann berichtete eingangs über den aktuellen Stand sowie die Planung des Projektes BeMobility in Berlin, in dem bald Elektroautos und -räder in unterschiedlichen Mietmodellen angeboten werden. Herr Eckardt konnte erste Ergebnisse aus dem Projekt Mini E powered by Vattenfall nennen. Die Pilotkunden lassen die Tendenz erkennen, Elektroautos ähnlich wie „normale“ Fahrzeuge zu verwenden. Er äußerte die Hoffnung, dass die Kunden insbesondere im urbanen Umfeld lernen, mit den noch begrenzten Reichweiten umzugehen. Dr. Eckhardt hob auch die Chancen hervor, die in der möglichen Multimodalität der Elektromobilität liegen. Durch eine intelligente Integration könnten die Wettbewerbsnachteile des klassischen Öffentlichen Verkehrs (Kollektivität/Inflexibilität) und der Elektromobilität (Reichweitengrenzen) ausgeglichen werden. Voraussetzung wäre allerdings der Wettbewerb im Verkehrsmarkt und eine mittel-offene Verkehrsplanung. Die „Kannibalisierungsthese“, die vor einer Konkurrenz zwischen ÖV und E-Mobilität ausgeht, wies er zurück. Vielmehr könnten z.B. Carsharing-Angebote auf elektrischer Basis eine neue Brückenfunktion erfüllen. Ebenso sei es ein Fehler der Automobilbauer, das Elektroauto als enges Substitut für das verbrennungsmotorische Automobil zu verwenden. Schnellladung und Akkuwechsel seien unzureichende Lösungsansätze.
Die abschließende Diskussion, die diesmal von Dr. Jürgen Peters (Geschäftsführer der InnoZ GmbH) moderiert wurde, kreiste vor allem um das Thema Nutzungsform. Das Publikum stellte Fragen nach der Erreichbarkeit von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum. Die beiden Referenten bestätigten, dass hierbei die Rolle von staatlicher und städtischer Politik zentral ist.



